• Gas-Drucksensoren DGS (DE)

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  • Gas-Drucksensoren DGS

    Technische Information
    • Digitale Anschlussmöglichkeiten für intelligente Gasstrecken
    • Manometer und Drucktransmitter in einem Gerät
    • Reduzierter Installationsaufwand
    • Vorausschauende Wartung
    • Analysen zu Trends/Systemoptimierung
    • Lokale/Fernüberwachung (Thermal IQ™)
    • Geeignet für Wasserstoff
    Edition 10.25 · DE
    03251644

    1 Anwendung

    Der Drucksensor DG smart ist ein Relativ- und Differenzdrucksensor und überwacht den MIN/MAX- und/oder Differenzdruck für Gas, Luft, Rauchgas oder andere nicht aggressive Gase. Mehr Informationen, siehe Mechanische Daten und Auswahltabelle.

    Der DG smart erfüllt die aktuellen Anforderungen der EN 1854:2022+A1:2023 (Klasse A und C, siehe Regel- und Steuerfunktionen und internationaler Normen, die die Sicherheitsfunktion der MAX/MIN-Überwachung und Abschaltung fordern.

    Als Messaufnehmer und Drucktransmitter liefert der Sensor genaue und zuverlässige Messwerte und ist einsetzbar für Niederdruck-Verbrennungsluft- und Brenngasanwendungen, die eine präzise und genaue Drucküberwachung erfordern.

    HMI-Schnittstelle und LED-Anzeige

    Die Druckmesswerte können über ein Busprotokoll Modbus TCP und einen 4–20 mA NAMUR-Analogausgang als Echtzeitinformationen an Überwachungssysteme geliefert werden (NAMUR, siehe Codierung Ausgangssignal). Die Übertragung von Analogsignalen an übergeordnete Steuerungssysteme ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Drucks.

    Spannungsversorgung, 4–20 mA-Signal und Ethernet-Interface über Steckverbinder M12

    🔍

    Der DG smart kann für die Fernüberwachung (z. B. über Thermal IQ™), die lokale Überwachung oder für das Steuern durch Scada/Cloud-Software unterstützten intelligenten Fertigungsstraßen eingesetzt werden.

    Die permanente Überwachung durch den Drucksensor DG smart und die digitale Konnektivität für vernetzte Anlagen und Systeme ermöglicht z. B. eine vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance). Dies bedeutet weniger Ausfallzeiten (Verhinderung von unnötigen Sicherheitsabschaltungen des Brennersystems).

    Parametereinstellungen über eine lokale HMI-Schnittstelle oder einen Webserver wirken sich zeitreduzierend auf die Inbetriebnahme aus. Der DG smart ermöglicht vorausschauende Analysen für Trends oder Systemoptimierung in Gas- und Luftanwendungen.

    2 Anwendungsbeispiele

    2.1 Luftstrecke mit MIN-, MAX-Druck-Überwachung

    Durch die MIN-, MAX-Überwachung (PZL, PZH) wird der statische Druck überwacht. Beim Unter- oder Überschreiten des Versorgungsluftdrucks wird das Gebläse über die Steuerung ein- oder ausgeschaltet.

    2.2 Gasmangel- und Gasüberdrucksicherung an der Gaseingangsstrecke

    Bei zu niedrigem und zu hohem Druck (PZL/PZH) verhindert der Gas-Drucksensor den Anlauf oder löst eine Sicherheitsabschaltung aus.

    3 Zertifizierung

    3.1 Zertifikate-Download

    Zertifikate, siehe www.docuthek.com

    3.2 Konformitätserklärung

    Wir erklären als Hersteller, dass das Produkt DG smart mit der Produkt-ID-Nr. CE-0085DP0152 die Anforderungen der aufgeführten Richtlinien und Normen erfüllt.

    Richtlinien:

    • 2014/30/EU – EMC
    • 2011/65/EU – RoHS II
    • 2015/863/EU – RoHS III

    Verordnung:

    • (EU) 2016/426 – GAR

    Normen:

    • EN 1854:2022+A1:2023
    • EN 13611:2019+AC:2021
    • EN 60730-1:2016 + A1:2019 + A2:2022
    • EN 60730-2-6:2016 + A1:2020
    • EN 61508:2010, suitable up to SIL 2

    Das entsprechende Produkt stimmt mit dem geprüften Baumuster überein.

    Die Herstellung unterliegt dem Überwachungsverfahren nach Verordnung (EU) 2016/426 Annex III Module D.

    Elster GmbH

    Gemäß Artikel 4 Absatz 3 Druckgeräterichtlinie (DGRL/PED) 2014/68/EU fällt das Gerät nicht unter die Druckgeräterichtlinie.

    3.3 IEC

    Das Produkt DG smart erfüllt die aufgeführten Normen:

    • IEC 60730-1:2022
    • IEC 60730-2-6:2015 + AMD1:2019

    3.4 SIL für DGS..C (sicherheitsgerichtet, ePSD Cat-C)

    Für Systeme bis SIL 2 nach IEC 61508.

    Sicherheitsspezifische Kennwerte
    Diagnosedeckungsgrad DC 91 %
    Typ des Teilsystems Typ B nach IEC 61508-2:2010
    Betriebsart mit hoher Anforderungsrate nach IEC 61508-4:2010
    Mittlere Wahrscheinlichkeit eines gefahrbringenden Ausfalls PFHD 19,9 × 10-9 1/h
    Mittlere Zeit bis zum gefahrbringenden Ausfall MTTFd 1/PFHD
    Anteil sicherer Ausfälle SFF 94,7 %

    3.5 FM-zugelassen

    Factory Mutual Research Class: 3510 Flow and pressure safety switches. Passend für Anwendungen gemäß NFPA 85 und NFPA 86.
    www.approvalguide.com

    3.6 UL listed

    Underwriters Laboratories – (Independently mounted control) – UL 60730-1:2016 „Automatic Electrical Controls - Part 1: General Requirements“, UL 60730-2-6:2016 „Automatic Electrical Controls - Part 2-6: Particular Requirements for Automatic Electrical Pressure Sensing Controls Including Mechanical Requirements“.
    www.ul.com

    3.7 REACH-Verordnung

    Das Gerät enthält besonders besorgniserregende Stoffe, die in der Kandidatenliste der europäischen REACH-Verordnung Nr. 1907/2006 gelistet sind. Siehe Reach list HTS auf www.docuthek.com.

    3.8 China RoHS

    Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung gefährlicher Stoffe (RoHS) in China. Scan der Offenlegungstabelle (Disclosure Table China RoHS2), siehe Zertifikate auf www.docuthek.com.

    4 Funktion

    4.1 Transmitter-, MIN-/MAX-Funktion

    Der Druck wird über eine Sensorik erfasste, verarbeitet und als Analogwert am Display ausgegeben. Der Analogwert wird für die Signalverarbeitung an die übergeordnete Steuerung bereitgestellt.

    Die Transmitterfunktion ist als Werkseinstellung ausgewählt. Über einen Parameter kann die Funktion um die MIN-, MAX-Überwachung erweitert werden, siehe Parameter Sensorfunktion.

    Die Sensorik erfasst in der MIN-/MAX-Funktion kleine Druckdifferenzen. Wird ein MAX- oder MIN-Schaltwert erreicht, wird dieser verarbeitet und über ein sicheres 4–20 mA-Signal und/oder ein Sicherheitsbusprotokoll an die übergeordnete Steuerung kommuniziert.

    4.2 Relativdruck (Überdruck)

    Siehe Auswahltabelle, den Messbereich für den Relativdrucksensor.

    Mit der Relativdruckmessung wird der MIN-/MAX-Schaltdruck, z. B. in einer Gebläseanwendung, überwacht.

    Der Relativdrucksensor erfasst die Differenz zwischen dem Umgebungsdruck und dem Anschluss P1 oder P2.

    Der Relativdruck wird an dem Anschluss, P1 oder P2, abgegriffen. Der nicht genutzte Anschluss bleibt geschlossen.

    4.3 Differenzdruck

    Siehe Auswahltabelle, den Messbereich für den Differenzdrucksensor.

    Die Differenzdruckmessung wird sowohl für Gas- als auch für Luftanwendungen genutzt, beispielsweise zur Absicherung von Volumenströmen oder zur Überwachung von Filtern und Gebläsen.

    Der Sensor erfasst die Differenz zwischen den Anschlüssen P1 und P2.

    Anschluss P1 für den höheren Absolutdruck (Relativdruck), P2 für den niedrigeren Druck verwenden.

    4.4 Teilebezeichnungen

    1. Gehäuseoberteil
    2. Gehäuseunterteil
    3. Display
    4. Statusanzeige
    5. Benutzertasten
    6. Spannungsversorgung/4–20 mA-Signal
    7. Ethernet
    8. P1, Gas-/Luftanschluss Rp 1/4 (1/4" NPT)
    9. P2, Gas-/Luftanschluss Rp 1/4 (1/4" NPT)
    10. Atmungsöffnung
    11. M1, M2, Mess-Stutzen
    12. M4-Schraubklemme für Geräteerdung

    4.5 Elektrischer Anschluss

    4.5.1 Spannungsversorgung und 4–20 mA-Signal

    Versorgungsspannung 24 V= über Steckverbinder M12 (Stecker/Stecker, 4-polig, A-kodiert) anschließen.

    4.5.2 Kommunikations-Interface (Fast Ethernet)

    Ethernet über Steckverbinder M12 (Buchse/Kupplung, 4-pol., D-kodiert) anschließen.

    4.6 LED (Farb-/Blink-Code)

    Zwei farbwechselnde LEDs zeigen den Status der MAX-/MIN-Funktion oder eine Meldung an.

    Ist die MAX-/MIN-Funktion deaktiviert, bleiben die LEDs im Normalbetrieb ausgeschaltet.

    Farb- und Blink-Code

    Die Angaben beziehen sich auf Werte, die parametriert sind, siehe Parameter.

    Farbe Bedeutung Mode Beschreibung
    LED MAX
    rot Alarm permanent Der Druck ist zum Einstellwert des NFS-Parameters „MAX alarm“ größer oder gleich.
    gelb Warnung permanent Der Druck ist zum Einstellwert des NFS-Parameters „MAX warning“ größer oder gleich.
    grün OK permanent Der Druck ist zum Einstellwert des NFS-Parameters „MAX alarm“, „MAX warning“ und „MAX switching value“ kleiner.
    rot Fehler blinkend (1 Hz) Der Druck ist zum Einstellwert des NFS-Parameters „MAX switching value“ größer.
    LED MIN
    rot Alarm permanent Der Druck ist zum Einstellwert des NFS-Parameters „MIN alarm“ kleiner oder gleich.
    gelb Warnung permanent Der Druck ist zum Einstellwert des NFS-Parameters „MIN warning“ kleiner oder gleich.
    grün OK permanent Der Druck ist zum Einstellwert des NFS-Parameters „MIN alarm“, „MIN warning“ und „MIN switching value“ größer.
    rot Fehler blinkend (1 Hz) Der Druck ist zum Einstellwert des NFS-Parameters „MIN switching value“ kleiner.
    LED MAX und LED MIN
    gelb Initialisierung permanent Das Gerät befindet sich im Modus Initialisierung.
    gelb Einstellung des Nullpunktes blinkend (5 Hz) Bereit für Nullpunktabgleich (es darf keine Störung vorliegen)
    rot Alarm permanent Interner Gerätefehler
    rot Überdruck/Unterdruck erkannt blinkend (1 Hz) Überdruck/Unterdruck wurde erkannt und der Druck liegt nun wieder innerhalb der Grenzwerte (Entriegelung und Überprüfung des Gerätes erforderlich).
    rot Überdruck/Unterdruck vorhanden blinkend (5 Hz) Überdruck/Unterdruck vorhanden. Der Druck muss abgeschaltet werden.
    gelb Permanente Fernentriegelung blinkend (1 Hz) Permanente Fernentriegelung (Warnung, nur wenn Fernentriegelung parametriert ist)
    rot Zu häufige Fernentriegelung blinkend (1 Hz) Zu häufige Fernentriegelung (Störverriegelung, nur wenn Fernentriegelung parametriert ist)

    5 Auswahl

    5.1 Auswahltabelle

    Beschreibung Code DGS Bedingung
    Gas-Drucksensor DGS
    Messbereich Relativdrucksensor (Überdruck)
    Ohne Sensor
    0–100 mbar (0–40,1 "WC) 100
    0–350 mbar (0–140,7 "WC) 350
    0–1000 mbar (0–401 "WC) 1000
    Klassifizierung
    Nicht fehlersicher
    (ePSD Cat-A)
    A Regel- und Steuerfunktion, siehe Glossar.
    Fehlersicher
    (ePSD Cat-C)
    C Regel- und Steuerfunktion, siehe Glossar.
    Messbereich Differenzdrucksensor
    Ohne Sensor
    0–20 mbar (0–8 "WC) 20
    0–50 mbar (0–20 "WC) 50
    0–100 mbar (0–40,1 "WC) 100
    Rohranschluss
    Rp-Innengewinde R
    NPT-Innengewinde N
    El. Anschluss
    2 x M12-Steckverbinder 8
    Kommunikations-Interface
    10/100 Mbit/s
    (Fast Ethernet)
    TX
    Busprotokoll
    Modbus TCP -M

    Bestellbeispiel

    DGS 100A-R8TX-M

    5.1.1 Anschlüsse

    Relativdruck (Überdruck)

    anschließen dichtsetzen
    P1 P2
    P2 P1

    Differenzdruck

    für den höheren Absolutdruck für den niedrigeren Absolutdruck
    P1 P2

    6 Parameter

    6.1 Allgemein

    Der Menüpunkt Parameter ist in Sicherheitsparameter (passwortgeschützt) und Nicht-Sicherheitsparameter unterteilt.

    Wertebereiche der Parameter können am DG smart oder dem integrierten Webserver geändert werden.

    6.2 Safety parameters (Sicherheitsparameter)

    Alle Sicherheitsparameter sind passwortgeschützte Parameter. Zum Ändern muss der Benutzer eingeloggt sein.

    Name Übersetzung Wertebereich* Werkseinstellung
    Sensor function Sensor-Funktion Transmitter
    MIN
    MAX
    MAX- und MIN-Funktion
    Transmitter
    MAX switching value MAX-Schaltwert Einstellwert 0
    MIN switching value MIN-Schaltwert Einstellwert 0
    MAX reset MAX-Entriegelung Automatic
    Manual
    Remote
    Automatic
    MIN reset MIN-Entriegelung Automatic
    Manual
    Remote
    Automatic
    MAX delay time MAX-Verzögerungszeit 0...10 s 0
    MIN delay time MIN-Verzögerungszeit 0...10 s 0
    Over-/Underpressure settings Über-/Unterdruckeinstellungen Failure active
    Auto reset
    Inactive
    Failure active
    Overpressure value Überdruck Einstellwert Messbereichsendwert + 0,5 kPa
    Zero adjustment Nullpunktabgleich Einstellwert 0
    Working point offset Offset Arbeitspunkt Einstellwert 0
    Working point Arbeitspunkt Einstellwert 0
    Output settings Einstellungen Ausgang Inactive
    NAMUR
    4–20 mA
    NAMUR
    Turndown low Unterer Messbereichswert Einstellwert 0
    Turndown high Oberer Messbereichswert Einstellwert 0
    Filter time Zeit, um den Druck zu ermitteln 0...3 s 0

    * Werkseinstellung 0 = Parameter/Funktion deaktiviert.

    6.2.1 Sensor function

    WertebereichBeschreibung
    TransmitterfunktionDer Messwert wird über das Analogsignal ausgegeben. Keine Überprüfung von MIN/MAX.
    MAXTransmitterfunktion mit Überprüfung des eingestellten MAX-Schaltwertes.
    MINTransmitterfunktion mit Überprüfung des eingestellten MIN-Schaltwertes.
    MAX and MINTransmitterfunktion mit Überprüfung des eingestellten MAX- und MIN-Schaltwertes.

    6.2.2 MAX switching value

    Mit diesem Parameter wird der Schaltpunkt für die MAX-Überprüfung eingestellt.

    6.2.3 MIN switching value

    Mit diesem Parameter wird der Schaltpunkt für die MIN-Überprüfung eingestellt.

    Für den Relativdrucksensor ist es möglich einen negativen Wert von bis zu -10 % (-10 bis 100 %) vom Messbereichsendwert einzustellen. Beim Differenzdrucksensor ist der einstellbare Messbereich 0 bis 100 %.

    6.2.4 MAX reset

    WertebereichBeschreibung
    AutomaticReset-Logik für die MAX-Funktion wird auf automatisch gesetzt.
    ManualReset-Logik für die MAX-Funktion wird auf manuell gesetzt. (Reset nur am Gerät möglich.)
    RemoteReset-Logik für die MAX-Funktion wird auf Fernsteuerung über Buskommunikation gesetzt. (Reset auch am Gerät möglich.)

    6.2.5 MIN reset

    WertebereichBeschreibung
    AutomaticReset-Logik für die MIN-Funktion wird auf automatisch gesetzt.
    ManualReset-Logik für die MIN-Funktion wird auf manuell gesetzt. (Reset nur am Gerät möglich.)
    RemoteReset-Logik für die MIN-Funktion wird auf Fernsteuerung über Bus-Kommunikation gesetzt. (Reset auch am Gerät möglich.)

    6.2.6 MAX delay time

    Mit diesem Parameter die Verzögerungszeit von 0–10 s für die MAX-Schaltwert-Überschreitung einstellen.

    6.2.7 MIN delay time

    Mit diesem Parameter die Verzögerungszeit von 0–10 s für die MIN-Schaltwert-Unterschreitung einstellen.

    6.2.8 Over-/Underpressure settings

    Wertebereich Beschreibung
    Failure active Max. Überdruck/Unterdruck wird als Fehler erkannt. Es erfolgt eine Störabschaltung (non-volatile lockout). Überprüfung und Entriegelung des Gerätes erforderlich.
    Auto reset Max. Überdruck/Unterdruck wird als Warnung erkannt und am Gerät und in der Statistik angezeigt. Es erfolgt eine Sicherheitsabschaltung (safety shut-down). Diese wird zurückgenommen, sobald der Druck wieder innerhalb der Grenzwerte liegt. Eine Entriegelung des Gerätes ist dann nicht mehr erforderlich. Einstellbereich, siehe Technische Daten, Grenzwerte.
    Inactive Das Über-/Unterschreiten von dem maximalen Über-/Unterdruck führt nicht zu einer Warnung, Stör- oder Sicherheitsabschaltung.

    Der Wertebereich "Auto reset" oder "Inactive" sollte nur dann ausgewählt sein, wenn sichergestellt ist, dass der zulässige Standhaltedruck nicht überschritten und der minimale Messbereich nicht unterschritten wird.

    6.2.9 Overpressure value

    Mit diesem Parameter wird der Wert (Wertebereich <110 % FSO) für den maximalen Überdruck eingegeben, bei dem der Drucksensor DG smart in Störung gehen wird.

    6.2.10 Zero adjustment

    Bei der Einstellung, Inbetriebnahme oder Wartung muss ein Nullpunktabgleich durchführt werden.

    Der Nullpunktabgleich sollte bei Betriebstemperatur erfolgen, um die bestmögliche Genauigkeit zu erhalten und thermische Effekte zu reduzieren.

    6.2.11 Working point offset

    Mit den Parametern Working point und Working point offset kann die Genauigkeit im Arbeitsbereich erhöht werden.

    In dem Parameter Working point offset wird der Differenzdruck aus der aktuellen Betriebsdruck- und Referenzdruckmessung eingetragen.

    6.2.12 Working point

    In dem Parameter Working point wird der aktuell gemessene Betriebsdruck eingetragen.

    6.2.13 Output settings

    WertebereichBeschreibung
    InactiveDieser Parameter wird verwendet, um den 4–20 mA-Ausgang zu deaktivieren.
    NAMUR4–20 mA-Ausgang aktivieren (mit entsprechender Fehlerinformation1) nach NAMUR).
    4–20 mA4–20 mA-Ausgang aktivieren (ohne Fehlerbehebung nach NAMUR). Im Falle eines Fehlers (z. B. MAX/MIN-Schaltdruck, Über-/Unterspannung, Über-/Untertemperatur oder Über-/Unterdruck, Gerätefehler) wird der Ausgang abgeschaltet (0 mA).

    1) Fehlerinformation, siehe Codierung Ausgangssignal.

    6.2.14 Turndown low

    Der untere Messbereichswert (Turndown low) wird für die Messung des geringsten Druckwertes auf 4 mA eingestellt.

    6.2.15 Turndown high

    Mit der Einstellung Turndown high/low wird der Messbereich über den Analogausgang 4–20 mA begrenzt.

    Der obere Messbereichswert (Turndown high) wird für die Messung des höchsten Druckwertes auf 20 mA eingestellt.

    Beispiel für die Konfiguration für DG smart 100 mbar:
    80 mbar = Turndown high, 30 mbar = Turndown low.

    6.2.16 Filter time

    Wertebereich Beschreibung
    0...3 s Bei der Druckerfassung werden Druckschwankungen in Brennern über eine einstellbare Zeit gefiltert (gemittelt) berücksichtigt.
    Über diesen Parameter ist die gewünschte Filterzeit in 0,1 s-Schritten einstellbar.
    Der gemessene Druck wird für die eingestellte Zeit gefiltert und an den 4–20 mA-Ausgang weitergeleitet.

    6.3 Non-safety parameters (Nicht-Sicherheitsparameter)

    Name Übersetzung Wertebereich Werkseinstellung
    MAX warning MAX-Warnung Einstellwert* 0
    MAX alarm MAX-Alarm Einstellwert* 0
    MIN warning MIN-Warnung Einstellwert* 0
    MIN alarm MIN-Alarm Einstellwert* 0

    * Über den Webserver ist ein Login erforderlich. Am DG smart, am HMI/Display ist kein Login erforderlich.

    6.3.1 MAX warning

    Mit diesem Parameter wird der Schaltpunkt für die MAX-Warnung eingestellt. Die Farbe der LED wechselt dann auf gelb.

    6.3.2 MAX alarm

    Mit diesem Parameter wird der Schaltpunkt für den MAX-Alarm eingestellt. Die Farbe der LED wechselt dann auf rot.

    6.3.3 MIN warning

    Mit diesem Parameter wird der Schaltpunkt für die MIN-Warnung eingestellt. Die Farbe der LED wechselt dann auf gelb.

    Für den Relativdrucksensor ist es möglich einen negativen Wert von bis zu -10 % (-10 bis 100 %) vom Messbereichsendwert einzustellen. Beim Differenzdrucksensor ist der einstellbare Messbereich 0 bis 100 %.

    6.3.4 MIN alarm

    Mit diesem Parameter wird der Schaltpunkt für den MIN-Alarm eingestellt. Die Farbe der LED wechselt dann auf rot.

    Für den Relativdrucksensor ist es möglich einen negativen Wert von bis zu -10 % (-10 bis 100 %) vom Messbereichsendwert einzustellen. Beim Differenzdrucksensor ist der einstellbare Messbereich 0 bis 100 %.

    6.4 Communication

    Name Übersetzung Wertebereich Werkseinstellung
    IP mode IP-Modus* Static IP
    DHCP
    Static IP
    IP adress IP-Adresse* 192.168.0.200 192.168.0.200
    Netmask Subnetzmaske* 255.255.255.0 255.255.255.0
    IP Gateway Gateway-Adresse* 192.168.0.1 192.168.0.1
    Bus protocol settings Bus-Protokolleinstellungen* BUS interactive
    Modbus TCP
    Modbus TCP

    * Über den Webserver ist ein Login erforderlich. Am DG smart, am HMI/Display ist kein Login erforderlich.

    6.4.1 IP mode

    Mit dem Parameter IP mode (IP-Address-Modus) kann zwischen Static IP und DHCP gewählt werden.

    6.4.2 IP address

    Mit diesem Parameter kann die IP-Adresse geändert werden.

    6.4.3 Netmask

    Mit diesem Parameter kann die Netmask geändert werden.

    6.4.4 Gateway

    Mit diesem Parameter kann die Gateway-Adresse geändert werden.

    6.4.5 Bus protocol settings

    Mit diesem Parameter kann Modbus TCP ausgewählt oder deaktiviert werden.

    6.5 Settings (Einstellungen)

    Display

    Name Übersetzung Wertebereich Werkseinstellung
    Measuring unit Messeinheit mbar, kPa, PSI, "WC mbar
    Decimal separator Dezimaltrennzeichen Punkt oder Komma Punkt
    Backlight settings Hintergrundbeleuchtung On demand
    Permanent
    On demand
    Brightness Helligkeit Einstellwert: Helligkeit des Displays 100 %
    Temperature unit Temperatureinheit C, F, K C
    Language Sprache Englisch English

    Password

    Anzeige Übersetzung Wertebereich Werkseinstellung
    Password Passwort xxxx 0000

    6.5.1 Measuring unit

    WertebereichBeschreibung
    mbarmbar wird angezeigt.
    kPakPa wird angezeigt.
    PSIPSI wird angezeigt.
    "WC"WC wird angezeigt.

    Mit diesem Parameter wird die Messeinheit für die Anzeige des Drucks eingestellt. Die Parametrierung und Datenübertragung erfolgt weiterhin in der angegebenen Einheit.

    6.5.2 Temperature unit

    Wertebereich Beschreibung
    C Celsius wird angezeigt.
    F Fahrenheit wird angezeigt.
    K Kelvin wird angezeigt.

    6.5.3 Decimal Separator

    Darstellung: „." oder „," für das Dezimaltrennzeichen.

    6.5.4 Backlight settings

    Mit diesem Parameter wird das Verhalten der Hintergrundbeleuchtung eingestellt.

    Wertebereich Beschreibung
    On demand Durch Betätigen einer beliebigen Taste am Gerät wird die Hintergrundbeleuchtung aktiviert. 30 s nach dem letzten Tastendruck schaltet sich die Hintergrundbeleuchtung wieder aus.
    Permanent Die Hintergrundbeleuchtung bleibt dauerhaft eingeschaltet.

    6.5.5 Brightness

    Mit diesem Parameter ist die Helligkeit des Displays einstellbar.

    6.5.6 Language

    Die Benutzer- und Anzeigesprache ist Englisch.

    6.5.7 Password

    Ein vierstelliges, numerisches Passwort ermöglicht dem Benutzer, den Zugriff auf das Gerät zu beschränken. Das Passwort kann geändert werden.

    Passwortgeschützte Parameter können am DG smart oder am Webserver nur geändert werden, wenn der Benutzer eingeloggt ist.

    6.6 Statistics (Statistiken)

    Name Übersetzung Wertebereich
    Event history
    Device statistics
    Customer statistics
    Ereignishistorie
    Gerätestatistik
    Kundenstatistik
    Informationen zur Ereignishistorie, Geräte- und Kundenstatistik werden im Klartext angezeigt.
    Clear event history* Ereignishistorie löschen Zurücksetzen der Ereignishistorie
    Clear customer statistics* Kundenstatistik löschen Zurücksetzen der Kundenstatistik

    * Login erforderlich.

    6.6.1 Event history

    Die Ereignishistorie speichert die letzten 10 Ereignisse. Sobald ein Ereignis (z. B. ein Fehler) im Gerät auftritt, wird der aktuelle Zustand in der Historie gespeichert.

    Die zusätzlichen Informationen in der Historie sind:

    • Zeitpunkt des Ereignisses
    • Fehlercode (im Fehlerfall)
    • Druck
    • Netzspannung
    • Temperatur

    6.6.2 Device statistics

    Es wird eine Gerätestatistik für Diagnosezwecke bereitgestellt, die vom Kunden nicht zurückgesetzt werden kann. Sie repräsentiert die gesamte Lebensdauer des Gerätes, da sie nicht zurückgesetzt wird.

    • Zähler
    • Fehler
    • Dauer
    • Werte

    6.6.3 Customer statistics

    In der Kundenstatistik werden die gleichen Zähler ausgewertet wie in der Gerätestatistik und die Statistik kann vom Kunden zurückgesetzt werden.

    6.6.4 Clear event history

    Die Ereignishistorie kann vom Benutzer (Login erforderlich) zurückgesetzt werden.

    6.6.5 Clear customer statistics

    Die Kundenstatistik kann vom Benutzer (Login erforderlich) zurückgesetzt werden.

    6.7 Information

    NameÜbersetzungWertebereich
    Device name
    Network
    Firmware
    Gerätename
    Netzwerk
    Firmware
    Gerätename, Netzwerkkonfiguration und Firmware werden im Klartext ausgegeben.

    6.7.1 Device name

    Der Gerätename wird angezeigt.

    6.7.2 Firmware

    Die aktuell verwendete Software wird angezeigt.

    6.7.3 Network

    Die aktuell verwendete Netzwerkkonfiguration wird angezeigt.

    6.8 Service

    Name Wertebereich
    Firmware upgrade Firmware-Upgrade

    6.8.1 Firmware

    Der Servicebereich ist nur über den Webserver erreichbar, siehe Webserver.

    7 Webserver

    Der Webserver ist über die voreingestellte IP-Adresse 192.168.0.200 (Subnetzmaske 255.255.255.0) erreichbar. Zur Parametrierung muss sich die IP-Adresse des Computers im selben Netzwerk wie der DGS befinden.

    Die IP-Adresse lässt sich über den Parameter Communication ändern, siehe Communication.

    Einwählen

    Der Webserver kann durch Eingabe von https://<IP-Adresse> im Webbrowser aufgerufen werden.

    Beim ersten Einwählen in den Webserver, der Browseraufforderung folgen und das Zertifikat akzeptieren.
    Nach dem Anklicken des Buttons „Erweitert“ den Link „Weiter zu 192.168.0.200 (unsicher)“ auswählen.

    Sicherheitsparameter sind passwortgeschützt. Sie lassen sich ändern, wenn der Benutzer eingeloggt ist (Icon oben rechts in nachfolgender Darstellung).

    Sicherheits- und Nicht-Sicherheitsparameter

    Jede Eingabe muss über den Button „SET“ bestätigt werden.

    Einstellungen

    Ereignishistorie

    Statistiken lassen sich ohne Login anzeigen.

    Geräte- und Kundenstatistik

    Eingeloggt lassen sich die Ereignishistorie und die Kundenstatistik zurücksetzen.

    Service

    Unter Service werden Prozessdaten angezeigt. Eingeloggt lassen sich ein Firmware-Upgrade oder eine Fernentriegelung durchführen.

    Bedingung für eine Fernentriegelung:

    Für die Parameter MAX/MIN reset muss der Wertebereich Remote gesetzt sein. Der MAX- oder MIN-Fehler liegt vor.

    Es muss über Modbus oder dem Webserver eine „1“ gesendet und anschließend wieder zurückgenommen werden.

    Der jeweilige Signalzustand muss > 100 ms anliegen.

    Eine Entriegelung erfolgt bei fallender (negativer) Flanke.

    8 Modbus TCP

    Das Modbus-Protokoll ist ein offenes Kommunikationsprotokoll, das auf einer Client-/Server-Architektur basiert. Ist die TCP/IP-Verbindung zwischen Client (SPS) und Server ( DG smart) hergestellt, können beliebig oft und viele Nutzdaten über diese Verbindung übertragen werden. SPS und DG smart können gleichzeitig bis zu 3 parallele TCP/IP-Verbindungen aufbauen. Über die Funktionscodes 3, 6 und 16 können die Daten vom und zum DG smart übertragen werden.Alle 100 ms stehen neue Daten zur Verfügung.

    8.1 Modbus Holding Register

    Modbus TCP wird über TCP-Port 502 und die IP-Adresse kommuniziert.

    Die Holding-Register (16 Bit Werte, Lesen und Schreiben (r/w)) werden über eine interne Registernummer adressiert. Alle Register = r; Register 001 = r/w.

    Die Datenbereiche können pro Register oder, wenn vorhanden, zusammengefasst unter einer Registernummer ausgelesen werden.

    8.1.1 Prozessdaten

    Holding Register Beschreibung Wertebereich/Einheit
    101 Relativdruck an P1 mbar (signed) * 10
    102 Relativdruck an P2 mbar (signed) * 10
    103 Differenzdruck mbar (signed) * 100
    104 Versorgungsspannung V * 10
    105 Gerätetemperatur K * 10
    106 Analogausgangssignal 4–20 mA mA * 10
    107 Fehlercode, siehe Betriebsanleitung, Error code.
    High-Byte = Modul/Low-Byte = Code
    108 Warncode, siehe Betriebsanleitung, Error code.
    High-Byte = Modul/Low-Byte = Code
    109 Gerätestatus 0 = Initialisierung
    1 = Normalbetrieb
    5 = Gerätefehler
    9 = Sicherheitsabschaltung
    10 = Störverriegelung
    110 Betriebsstatus 0 = Transmitter Funktion (keine MIN- oder MAX-Funktion aktiv)
    1 = MAX-Funktion
    2 = MAX-Schaltwert überschritten
    3 = MIN-Funktion
    4 = MIN-Schaltwert unterschritten
    5 = MIN- und MAX-Funktion
    6 = Überdruck vorhanden
    7 = Unterdruck vorhanden
    8 = Sensordefekt
    111 MAX-Schaltpunkt mbar * 10
    112 MIN-Schaltpunkt mbar * 10
    113 Status-Bits:
    Bit 0: MAX-Warnung
    Bit 1: MAX-Alarm
    Bit 2: MAX-Schaltpunkt detektiert
    Bit 3: MIN-Warnung
    Bit 4: MIN-Alarm
    Bit 5: MIN-Schaltpunkt detektiert
    Bit 6: Versorgungsspannung OK
    001 Fernentriegelung über Bus*

    Bedingung für eine Fernentriegelung:

    Für die Parameter MAX/MIN reset muss der Wertebereich Remote gesetzt sein. Der MAX- oder MIN-Fehler liegt vor.

    Es muss über Modbus oder dem Webserver eine „1“ gesendet und anschließend wieder zurückgenommen werden.

    Der jeweilige Signalzustand muss > 100 ms anliegen.

    Eine Entriegelung erfolgt bei fallender (negativer) Flanke.

    8.1.2 Ereignishistorie

    Holding Register 57348/28676

    Registeranzahl: 80 (je Ereignis 8 Register)

    Die Ereignishistorie speichert die letzten 10 Ereignisse in nachfolgend beschriebenem Aufbau.

    OffsetBeschreibungWertebereich/Einheit
    0EreigniszeitpunktLow Word des Zeitpunktes, s
    1EreigniszeitpunktHigh Word des Zeitpunktes, s
    2Fehlercode, siehe Betriebsanleitung, Error code.
    3VersorgungsspannungV * 10
    4TemperaturK * 10
    5High-Byte-Ereignis
    Low-Byte-Kurzfehlercode
    Ereignis-IDs:
    1 = Gerätefehler
    2 = Störverriegelung
    3 = Sicherheitsabschaltung
    4 = Warnung
    8 = Fehler
    9 = Parameter geändert
    10 = Statistik gelöscht
    11 = Power On
    12 = Systemfehler
    13 = Login fehlgeschlagen
    6Druckmbar * 10
    7Betriebsstatus0 = Transmitter Funktion (keine MIN- oder MAX-Funktion aktiv)
    1 = MAX-Funktion
    2 = MAX-Schaltwert überschritten
    3 = MIN-Funktion
    4 = MIN-Schaltwert unterschritten
    5 = MIN- und MAX-Funktion
    6 = Überdruck vorhanden
    7 = Unterdruck vorhanden
    8 = Sensordefekt

    8.1.3 Gerätestatistik

    Zähler und Extremwerte
    Internal Register*BeschreibungWertebereich/
    Einheit
    3456Power On-ZählerLow Word
    3457Power On-ZählerHigh Word
    4378Reset-ZählerLow Word
    4379Reset-ZählerHigh Word
    3458GesamteinschaltdauerLow Word, s
    3459GesamteinschaltdauerHigh Word, s
    4650Max. Dauer der EinschaltzeitLow Word, s
    4651Max. Dauer der EinschaltzeitHigh Word, s
    4654Max. Dauer der ÜbertemperaturLow Word, s
    4655Max. Dauer der ÜbertemperaturHigh Word, s
    4390Extremwert: Maximale TemperaturLow Word, K * 10
    4391Extremwert: Minimale TemperaturHigh Word, K * 10
    5139Extremwert: Maximaler DruckLow Word, mbar (signed) * 10
    5140Extremwert: Minimaler DruckHigh Word, mbar (signed) * 10

    Im Gegensatz zu den Holding Registern können die Internal Register nur einzeln über Modbus ausgelesen werden.

    Fehlerzähler
    Internal Register*Beschreibung
    3210Too many remote resetsZu häufig fernentriegelt
    3252Permanent remote resetPermanent fernentriegelt
    3232Error under-/overvoltageFehler Versorgungsspannung zu niedrig/zu hoch
    3413Warning/Error undertemperatureWarnung/Fehler Umgebungstemperatur niedrig
    3416Warning/Error overtemperatureWarnung/Fehler Umgebungstemperatur hoch
    3275MIN pressureMIN-Schaltdruck
    3276MAX pressureMAX-Schaltdruck
    3277Error underpressureFehler Unterdruck
    3278Error overpressureFehler Überdruck
    32734–20 mA interrupted4–20 mA-Signal fehlt/unterbrochen.
    32744–20 mA impedance errorImpedanzfehler 4–20 mA-Signal
    3299Internal errorInterner Gerätefehler

    Im Gegensatz zu den Holding Registern können die Internal Register nur einzeln über Modbus ausgelesen werden.

    8.1.4 Kundenstatistik

    Zähler und Extremwerte
    Internal Register* Beschreibung Wertebereich/
    Einheit
    3756 Power On-Zähler Low Word
    3757 Power On-Zähler High Word
    4380 Reset-Zähler Low Word
    4381 Reset-Zähler High Word
    3758 Gesamteinschaltdauer Low Word, Sekunden
    3759 Gesamteinschaltdauer High Word, Sekunden
    4652 Max. Dauer der Einschaltzeit Low Word, Sekunden
    4653 Max. Dauer der Einschaltzeit High Word, Sekunden
    4656 Max. Dauer der Übertemperatur Low Word, Sekunden
    4657 Max. Dauer der Übertemperatur High Word, Sekunden
    4393 Extremwert: Maximale Temperatur Low Word, K * 10
    4394 Extremwert: Minimale Temperatur High Word, K * 10
    5141 Extremwert: Maximaler Druck Low Word, mbar (signed) * 10
    5142 Extremwert: Minimaler Druck High Word, mbar (signed) * 10

    Im Gegensatz zu den Holding Registern können die Internal Register nur einzeln über Modbus ausgelesen werden.

    Fehlerzähler
    Internal Register* Beschreibung
    3510 Too many remote resets Zu häufig fernentriegelt
    3552 Permanent remote reset Permanent fernentriegelt
    3532 Error under-/overvoltage Fehler Versorgungsspannung zu niedrig/zu hoch
    3713 Warning/Error undertemperature Warnung/Fehler Umgebungstemperatur niedrig
    3716 Warning/Error overtemperature Warnung/Fehler Umgebungstemperatur hoch
    3575 MIN pressure MIN-Schaltdruck
    3576 MAX pressure MAX-Schaltdruck
    3577 Error underpressure Fehler Unterdruck
    3578 Error overpressure Fehler Überdruck
    3573 4–20 mA interrupted 4–20 mA-Signal fehlt/unterbrochen.
    3574 4–20 mA impedance error Impedanzfehler 4–20 mA-Signal
    3599 Internal error Interner Gerätefehler

    Im Gegensatz zu den Holding Registern können die Internal Register nur einzeln über Modbus ausgelesen werden.

    8.1.5 Einstellungen

    Register 57349/28677

    Registeranzahl: 10

    Offset Holding Register Beschreibung Wertebereich
    0 - Device name Gerätename Länge 20 Byte

    Darstellung Device name/Gerätename

    Für die richtige Darstellung des Device name, das High und Low Byte für jedes Register tauschen.

    Beispiel für den String "DG smart"

    Offset Wertebereich Wertebereich „getauscht”
    0 0x4744
    'G''D'
    DG
    1 0x7320
    's'' '
    s
    2 0x7320
    'a''m'
    ma
    3 0x7472
    't''r'
    rt
    4 0x0000
    5 0x0000

    8.1.6 Sicherheitsparameter

    Holding Register 57386/28714

    Registeranzahl: 23

    Offset Internal Register Beschreibung Wertebereich/Einheit
    0 5120 Sensor function Sensor-Funktion 0 = Transmitter
    1 = MIN
    2 = MAX
    3 = MAX- und MIN-Funktion
    1 5121 MAX switching value MAX-Schaltwert mbar * 10
    2 5122 MIN switching value MIN-Schaltwert mbar * 10
    3 5123 MAX reset MAX-Entriegelung 0 = Automatischer Reset
    1 = Manueller Reset
    2 = Fernentriegelung über Bus
    4 5124 MIN reset MIN-Entriegelung 0 = Automatischer Reset
    1 = Manueller Reset
    2 = Fernentriegelung über Bus
    5 5125 MAX delay time MAX-Verzögerungszeit Sekunden
    6 5126 MIN delay time MIN-Verzögerungszeit Sekunden
    7 5127 Overpressure value Überdruck mbar * 10
    8 5128 Zero adjustment Nullpunktabgleich mbar (signed) * 10
    9 Reserve Reserve
    10 4712 Zero adjustment Nullpunktabgleich mbar (signed) * 10
    11 Reserve Reserve
    12 Reserve Reserve
    13 Reserve Reserve
    14 Reserve Reserve
    15 4716 Output settings Einstellungen Ausgang Inactive
    NAMUR
    4–20 mA
    16 4718 Filter time Zeit, um den Druck zu ermitteln 0...3 s
    17 5503 Turndown low Unterer Messbereichswert mbar (signed) * 10
    18 5504 Turndown high Oberer Messbereichswert mbar (signed) * 10
    19 5505 Working point Arbeitspunkt mbar (signed) * 10
    20 5506 Working point offset Offset Arbeitspunkt mbar (signed) * 10
    21 5507 Bus protocol settings Bus-Protokolleinstellungen BUS interactive
    Modbus TCP
    22 5508 Over-/Underpressure settings Über-/Unterdruckeinstellungen Auto reset
    Inactive

    Im Gegensatz zu den Holding Registern können die Internal Register nur einzeln über Modbus ausgelesen werden.

    8.1.7 Nicht-Sicherheitsparameter

    Holding Register 57398/28726

    Registeranzahl: 4

    Offset Internal Register* Beschreibung Wertebereich/Einheit
    0 5131 MAX warning MAX-Warnung mbar * 10
    1 5132 MAX alarm MAX-Alarm mbar * 10
    2 5133 MIN warning MIN-Warnung mbar * 10
    3 5134 MIN alarm MIN-Alarm mbar * 10

    Im Gegensatz zu den Holding Registern können die Internal Register nur einzeln über Modbus ausgelesen werden.

    8.1.8 Hardwareparameter

    Holding Register 57389/28717

    Registeranzahl: 1

    Offset Internal Register* Beschreibung Wertebereich
    0 3167 Gerätetyp 0 = ePSD Cat-A, 100 mbar
    1 = ePSD Cat-A, 350 mbar
    2 = ePSD Cat-A, 1000 mbar
    6 = ePSD Cat-C, 100 mbar
    7 = ePSD Cat-C, 350 mbar
    8 = ePSD Cat-C, 1000 mbar
    9 = ePSD Cat-C, 5 mbar
    10 = ePSD Cat-C, 50 mbar
    11 = ePSD Cat-C, 100 mbar

    Im Gegensatz zu den Holding Registern können die Internal Register nur einzeln über Modbus ausgelesen werden.

    8.1.9 Busparameter

    Holding Register 57399/28727

    Registeranzahl: 7

    Offset Internal Register* Beschreibung Wertebereich
    0 4206 IP address Low Byte: XXX.000.000.000
    High Byte: 000.XXX.000.000
    1 4207 IP address Low Byte: 000.000.XXX.000
    High Byte: 000.000.000.XXX
    2 4208 Netmask Low Byte: XXX.000.000.000
    High Byte: 000.XXX.000.000
    3 4209 Netmask Low Byte: 000.000.XXX.000
    High Byte: 000.000.000.XXX
    4 4210 Gateway Low Byte: XXX.000.000.000
    High Byte: 000.XXX.000.000
    5 4211 Gateway Low Byte: 000.000.XXX.000
    High Byte: 000.000.000.XXX
    6 5086 IP mode Static IP
    DHCP

    Im Gegensatz zu den Holding Registern können die Internal Register nur einzeln über Modbus ausgelesen werden.

    9 Codierung Ausgangssignal

    NAMUR

    Die NAMUR NE 43 (Vereinheitlichung des Signalpegels für die Ausfallinformation von digitalen Messumformern mit analogem Ausgangssignal) wird als Referenz für Fehlerinformationen (zusätzlich zu den Messinformationen) verwendet.

    Aktueller
    Bereich [mA]
    Beschreibung
    22,0Überdruck erkannt
    21,0MAX-Schaltdruck erkannt
    21,0Oberer Fehlerbereich
    20,5Oberer Tech-Bereich
    20,0Oberer Nennbereich
    4,0Unterer Nennbereich
    3,8Unterer Tech-Bereich
    3,6Unterer Fehlerbereich
    3,0MIN-Schaltdruck erkannt
    2,0Über-/Unterspannung oder Über-/Untertemperatur erkannt
    1,0Unterdruck erkannt
    0Ausgang Aus (interner/Gerätefehler)

    4–20 mA

    Der 4–20 mA-Ausgang gibt den aktuellen Druck als Analogwert aus. Jeder Fehlerzustand ist hier 0 mA.

    Der Druckmessbereich ist auf 4–20 mA skaliert.

    10 Projektierungshinweise

    10.1 Einbau

    Ein Dauereinsatz im oberen Umgebungstemperaturbereich beschleunigt die Alterung der Elastomerwerkstoffe und verringert die Lebensdauer (bitte Hersteller kontaktieren).

    Dauerbetrieb mit Gasen mit mehr als 0,1 Vol.-% H2S oder Ozonbelastungen über 200 μg/m3 beschleunigen die Alterung der Elastomerwerkstoffe und verkürzen die Lebensdauer.

    Kondensat darf nicht in das Gerät gelangen.

    Bei Minustemperaturen durch Vereisung Fehlfunktion/Ausfall möglich.

    Starke Impulse am Gerät vermeiden.

    10.1.1 Einbaulage

    Einbaulage senkrecht oder waagerecht, nicht über Kopf. Die empfohlene Einbaulauge ist senkrecht.

    Um Abweichungen zu vermeiden, muss bei der Inbetriebnahme oder Wartung ein Nullpunktabgleich durchgeführt werden. Der Nullpunktabgleich sollte bei normaler Betriebstemperatur erfolgen, um die bestmögliche Genauigkeit zu erhalten und thermische Effekte zu reduzieren.

    10.2 Schaltpunktbereich für MIN und MAX

    Der MIN-/MAX-Schaltwert muss sich in dem angegebenen MAX/MIN-Schaltpunktbereich befinden, siehe Technische Daten, Messbereich, Messbereich.

    Eingestellt wird der Schaltpunkt in den Sicherheitsparametern, siehe MAX/MIN-Schaltwert.

    10.3 Wasserstoff

    Weitere Wasserstoff geeignete Produkte finden Sie hier: Technische Information, Produkte für Wasserstoff.

    11 Zubehör

    11.1 Prüftaste PIA

    Für einen Nullpunktabgleich oder um die MIN-Funktion zu testen, kann der DG smart über die Prüftaste der PIA (nicht buntmetallfrei) entlüftet werden.

    Bestell-Nr.: 74329466

    11.2 Schlauchset

    Nur für die Anwendung mit Luft.

    Schlauchset mit 2 m PVC-Schlauch (Ø 4,75 x 1 mm), 2 Kanalanschlussflanschen mit Schrauben, Anschlussnippel R 1/4 und R 1/8.

    Bestell-Nr.: 74912952.

    11.3 Befestigungsset mit Schrauben, U-Form

    Bestell-Nr.: 74915387

    11.4 Verbindungsset für DGS und DG

    Ein DGS als Relativdrucksensor (Überdruck) kann mit einem Druckwächter (DG..U, DG..B, DG..H, DG..N) mit mechanischer Schaltfunktion verbunden werden.

    Bestell-Nr.: 74912250

    12 Technische Daten

    12.1 Umgebungsbedingungen

    Vereisung, Betauung und Schwitzwasser im und am Gerät nicht zulässig.

    Medium- und Umgebungstemperaturen im Betrieb (nach EN 1854:2022+A1:2023 und FM 3510): 0 bis 60 °C (32 bis 140 °F).

    Erweiterter Medium- und Umgebungstemperaturbereich: -20 bis +70 °C (4 bis 158 °F). In erweiterten Temperaturbereichen, außerhalb 0 bis 60 °C (32 bis 140 °F), ist eine erhöhte Messabweichung zu erwarten (bis zu 0,5 % FS / K) und der DG smart erfüllt nicht mehr die Genauigkeitsanforderungen der EN 1854:2022+A1:2023 und FM 3510.

    Dauereinsatz im oberen Umgebungstemperaturbereich beschleunigt die Alterung der Elastomerwerkstoffe und verringert die Lebensdauer (bitte Hersteller kontaktieren).

    Lager- und Transporttemperatur: -20 bis +60 °C (4 bis 140 °F).

    Direkte Sonneneinstrahlung oder Strahlung von glühenden Oberflächen auf das Gerät vermeiden. Maximale Medien- und Umgebungstemperatur berücksichtigen!

    Korrosive Einflüsse, z. B. salzhaltige Umgebungsluft oder SO2, vermeiden.

    Das Gerät darf nur in geschlossenen Räumen/Gebäuden gelagert/eingebaut werden.

    Das Gerät ist für eine maximale Aufstellungshöhe von 2000 m ü. NN geeignet.

    Schutzart: IP 65, NEMA Type 4 indoor.

    Das Gerät ist nicht für die Reinigung mit einem Hochdruckreiniger und/oder Reinigungsmitteln geeignet.

    12.2 Mechanische Daten

    Gasarten Relativdrucksensor: Erdgas, Stadtgas, Flüssiggas (gasförmig), Rauchgas, Biogas (max. 0,1 Vol.-% H2S), Wasserstoff und Luft.

    Gasarten Differenzdrucksensor: Luft und Erdgas.

    Das Gas muss unter allen Temperaturbedingungen sauber und trocken sein und darf nicht kondensieren.

    Max. Eingangsdruck pmax. = Standhaltedruck,
    Messbereich und max. Abweichungen, siehe Messbereich.

    Maximale Leckrate QL = max. 20 cm3/h.

    Gehäuseoberteil: Kunststoff PBT stahlfaserverstärkt und ausgasungsarm.

    Gehäuseunterteil: AlSi 12.

    Anschlussgewinde Rp 1/4 (1/4" NPT).

    Gewicht: 450 g.

    12.3 Elektrische Daten

    100 % Einschaltdauer (Dauerbetrieb).

    Schutzklasse: 3.

    DGS..A (ePSD Cat-A): nicht fehlersichere Regel- und Steuerfunktionen.
    DGS..C (ePSD Cat-C): fehlersichere Regel- und Steuerfunktionen.

    Netzspannung: 24 V=, ±20 %, SELV/PELV, Leistung: ≥ 5 W.

    Eigenverbrauch: < 2,5 W.

    Überspannungskategorie III.

    Kommunikations-Interface: 10/100 Mbit/s (Fast Ethernet).

    Bus-Protokoll: Modbus TCP.

    Elektrischer Anschluss

    Spannungsversorgung und 4–20 mA-Signal: Steckverbinder M12 (Stecker/Stecker, 4-polig, A-kodiert).

    Impedanz Ausgangssignal 4–20 mA: ≤ 500 Ω.

    Ethernet: Steckverbinder M12 (Buchse/Kupplung, 4-polig, D-kodiert).

    Leitungsquerschnitt: min. 0,34 mm2 (AWG 22), max. 1,0 mm2 (AWG 17, abhängig vom eingesetzten Steckverbinder).

    Funktionserde: Erdungsklemme für den Anschluss von feindrähtigen Kabeln bis 4 mm2.

    Interne Absicherung: nicht tauschbare Sicherung (träge, 250 mA).

    12.4 Messbereich

    Relativdruck (Überdruck)

    Messbereich Standhaltedruck MAX/MIN Schaltpunktbereich
    0–10 kPa
    (0–100 mbar)
    60 kPa
    (600 mbar)
    1,1–10 kPa
    (11–100 mbar)
    0–35 kPa
    (0–350 mbar)
    60 kPa
    (600 mbar)
    2,4–35 kPa
    (24–350 mbar)
    0–100 kPa
    (0–1000 mbar)
    150 kPa
    (1500 mbar)
    6,7–100 kPa
    (67–1000 mbar)

    Sensortyp: Edelstahl, medienisoliert.

    Differenzdruck

    Messbereich Standhaltedruck MAX/MIN Schaltpunktbereich
    0–2 kPa
    (0–20 mbar)
    11 kPa
    (110 mbar)
    0,08–2 kPa
    (0,8–20 mbar)
    0–5 kPa
    (0–50 mbar)
    30 kPa
    (300 mbar)
    0,2–5 kPa
    (2,0–50 mbar)
    0–10 kPa
    (0–100 mbar)
    50 kPa
    (500 mbar)
    0,5–10 kPa
    (5,0–100 mbar)

    Sensortyp: beschichtet, medienisoliert.

    12.5 Grenzwerte

    Relativdrucksensor Max. Überdruck Max. Unterdruck*
    DGS 100.. 12 kPa
    (120 mbar)
    -1 kPa
    (10 mbar)
    DGS 350.. 40 kPa
    (400 mbar)
    -3,5 kPa
    (-35 mbar)
    DGS 1000.. 110 kPa
    (1100 mbar)
    -10 kPa
    (-100 mbar)
    Differenzdrucksensor Max. Überdruck Max. Unterdruck*
    DGS..20 2,2 kPa
    (22 mbar)
    -0,2 kPa
    (-2 mbar)
    DGS..50 5,5 kPa
    (55 mbar)
    -0,5 kPa
    (-5 mbar)
    DGS..100 11 kPa
    (110 mbar)
    -1 kPa
    (-10 mbar)

    * Unterdrücke, die länger als 2 s unter den angegebenen Werten liegen, werden erfasst. Das Fehlerverhalten wird im Parameter Over-/Underpressure settings definiert.

    12.5.1 Gesamtgenauigkeit nach EN 1854:2022+A1:2023

    Relativdruck (Überdruck)

    Messbereich 25 °C [% FSO] 0–60 °C [% FSO]* -20–0 °C,
    60–70 °C [% FSO]
    0–10 kPa
    (0–100 mbar)
    ≤ ±0,5 ≤ ±1,7 ≤ ±10
    0–35 kPa
    (0–350 mbar)
    ≤ ±0,5 ≤ ±1,0 ≤ ±5
    0–100 kPa
    (0–1000 mbar)
    ≤ ±0,2 ≤ ±1,0 ≤ ±5

    Differenzdruck

    Messbereich 25 °C [% FSO] 0–60 °C [% FSO]* -20–0 °C,
    60–70 °C [% FSO]
    0–2 kPa
    (0–20 mbar)
    ≤ ±0,2 ≤ ±0,8 ≤ ±3,0
    0–5 kPa
    (0–50 mbar)
    ≤ ±0,2 ≤ ±0,65 ≤ ±3,0
    0–10 kPa
    (0–100 mbar)
    ≤ ±0,2 ≤ ±0,65 ≤ ±3,0

    * Siehe Tabelle Einflussfaktoren.

    Die Gesamtgenauigkeit E eines bestimmten Eingangsdrucks wird anhand verschiedener Einflussfaktoren berechnet.

    Relativdruck (Überdruck)

    Einflussfaktoren [% FSO]
    DGS 100.. DGS 350.. DGS 1000..
    ER Wiederholgenauigkeit 0,13 0,06 0,06
    EH Hysterese 0,13 0,06 0,06
    ED Abwanderung 0,25 0,19 0,13
    ETemp Temperaturempfindlichkeit 1,50 0,69 0,75
    EL Linearität 0,23 0,44 0,13
    ET Transferverhältnis (4–20 mA) 0,15 0,14 0,10
    EO Offset 0,38 0,31 0,06
    ES Änderungen der Versorgungsspannung 0,06 0,06 0,06
    ERes Auflösung (4–20 mA) 0,03 0,03 0,03

    Differenzdruck

    Einflussfaktoren [% FSO]
    DGS ..20 DGS ..50 DGS ..100
    ER Wiederholgenauigkeit 0,06 0,06 0,12
    EH Hysterese 0,06 0,06 0,13
    ED Abwanderung 0,25 0,13 0,13
    ETemp Temperaturempfindlichkeit 0,62 0,31 0,50
    EL Linearität 0,10 0,14 0,08
    ET Transferverhältnis (4–20 mA) 0,18 0,14 0,09
    EO Offset 0,19 0,44 0,12
    ES Änderungen der Versorgungsspannung 0,06 0,06 0,06
    ERes Auflösung (4–20 mA) 0,03 0,03 0,03

    12.6 Sicherheitshinweise

    Software-Klasse: entspricht Software-Klasse C, die in einer gleichartigen, doppelkanaligen Architektur mit Vergleich arbeitet.

    12.7 Baumaße

    13 Einheiten umrechnen

    siehe www.adlatus.org

    14 Wartungszyklen

    Um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten: jährlich die Dichtheit und Funktion des Drucksensors prüfen.

    Nach der Durchführung von Wartungsarbeiten Dichtheit prüfen.

    Um die bestmögliche Genauigkeit zu erhalten, sollte nach der Wartung ein Nullpunktabgleich bei Betriebstemperatur durchgeführt werden.

    15 Cyber- und IT-Sicherheit

    Die Digitalisierung der Fertigung bietet eine hohe Vielseitigkeit, Daten zu erheben und zu nutzen. Zum Schutz vor Cyberkriminalität ist es notwendig, eine sichere Netzwerkkonfiguration aufzubauen. Nachfolgende Hinweise sollen bewährte Praktiken in Bezug auf Cyber- und IT-Sicherheit vermitteln.

    15.1 Physikalischer Geräteschutz

    Das Gerät nur in dem geschützen Bereich einer Sicherheitszone mit (beschränktem) Zugriff für befugte Personen betreiben.

    Damit das Gerät nicht manipuliert werden kann, (Steuer-)Leitungen des Gerätes und aller extern angeschlossenen Komponenten vor Zugriff durch unbefugte Personen schützen.

    Anti-Manipulations-Siegel

    Nur Geräte mit unversehrtem Siegel verwenden. Andernfalls könnte das Gerät geöffnet, manipuliert oder beschädigt werden und eine Gefahr für die Anlage sein.

    Feldbusanschaltung

    Um Missbrauch durch z. B. Änderung sicherheitskritischer Daten zu verhindern, Feldbusanschaltung und Kommunikationsnetz gegen unbefugten Zugriff schützen.

    Sichere Außerbetriebnahme

    Das Gerät enthält sensible Daten und sollte an einem sicheren, unzugänglichen Ort aufbewahrt werden, wenn es nicht verwendet wird.

    Wenn das Gerät endgültig außer Betrieb genommen oder ersetzt wird, alle sicherheitsrelevanten Daten löschen und das Gerät, einschließlich Elektronikplatinen, irreversibel entsorgen.

    15.2 Netzwerk absichern

    Für genügend abgesicherte Netzzugänge sorgt eine sicher geplante, aufgebaute und betriebene Netzwerkarchitektur.

    15.2.1 Physische Trennung

    Das Gerät sollte in einem vom Firmennetzwerk isolierten Kommunikations- und Steuerungsnetzwerk (Control System Network) installiert und angeschlossen werden.

    Diese Methode sorgt für hohe Sicherheit. Es gibt keine physikalische Verbindung zwischen dem Kommunikations- und Steuerungsnetzwerk und dem Firmennetzwerk/Internet. Die Verwendung von drahtlosen Geräten zur Steuerung des Kommunikations- und Steuerungsnetzwerks kann die Sicherheit des Netzwerks gefährden.

    Physische Trennung Kommunikations-/Steuerungsnetzwerk und Firmennetzwerk

    Legende:

    • BCU = Brennersteuerung
    • DGS = Gas-Drucksensor
    • FCU = Ofenschutzsystem-Steuerung
    • FDU = Flammenwächter
    • SPS = Speicherprogrammierbare Steuerung
    • BUS = Bussystem, z. B. Modbus

    15.2.2 Firewall-Isolation

    Eine Verbindung zwischen Kommunikations-/Steuerungsnetzwerk und Firmennetzwerk nur über eine Firewall (sicheres Gateway) verwenden. Unbekannte Quellen und Anfragen von unzuverlässig identifizierten Clients werden herausgefiltert.

    Isolation durch Gateway

    Legende:

    • BCU = Brennersteuerung
    • DGS = Gas-Drucksensor
    • FCU = Ofenschutzsystem-Steuerung
    • FDU = Flammenwächter
    • SPS = Speicherprogrammierbare Steuerung
    • BUS = Bussystem, z. B. Modbus

    Ein sicheres Gateway wäre z. B. ein VPN-Setup mit festgelegten autorisierten Benutzern.

    Voraussetzung für die VPN-Nutzung ist

    • Sichere VPN-Dienstleistung
    • Sichere Konfiguration der VPN-Clients für den Fernzugriff
    • Sichere Standard-Einstellungen auf VPN-Komponenten

    Für den sicheren Aufbau eines Kommunikations- und Steuerungsnetzwerks Folgendes beachten:

    • Wenn der Firewall-Port geöffnet ist oder die Funktion aktiviert ist, sollte dies immer mit dem vollen Verständnis des jeweiligen Dienstes erfolgen.
    • Eine Standardkonfiguration ist keine sichere Lösung.
    • Die gesamte Kommunikation zum Netzwerk sollte deaktiviert werden, außer für explizit erforderliche Datenflüsse.

    15.2.3 Network Address Translation (NAT)

    NAT ermöglicht eine Teilisolierung des externen Netzwerks vom Leitsystem-Netzwerk. Wenn NAT richtig konfiguriert ist, sollte es keine Verbindung von einem externen System zum Steuerungssystem zulassen.

    Die richtige Konfiguration ist abhängig von den Herstellerempfehlungen der einzelnen Systemkomponenten.

    Netzwerk-Adressübersetzung (NAT)

    Legende:

    • BCU = Brennersteuerung
    • DGS = Gas-Drucksensor
    • FCU = Ofenschutzsystem-Steuerung
    • FDU = Flammenwächter
    • SPS = Speicherprogrammierbare Steuerung
    • BUS = Bussystem, z. B. Modbus

    15.3 Kommunikationsprotokolle

    15.3.1 Modbus TCP

    Modbus TCP ist ein offenes Kommunikationsprotokoll, das auf einer Client-/Server-Architektur basiert. Modbus TCP allein bietet keine eingebauten Sicherheitsmechanismen wie Verschlüsselung oder Authentifizierung. Daher liegt es in der Verantwortung des Betreibers, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren.

    Fehlende oder unzureichende Planung und Regelung der Fernwartung

    Wird die Fernwartung nicht sorgfältig geplant, aufgebaut und geregelt, kann die Sicherheit aller IT-Systeme einer Institution beeinträchtigt werden. “Werden beispielsweise unsichere Kommunikationsprotokolle, Verschlüsselungsalgorithmen oder Authentisierungsmechanismen eingesetzt, können Sicherheitslücken entstehen. Über unzureichend gesicherte Fernwartungsschnittstellen kann auch ein gekoppeltes Netz eines Dritten kompromittiert werden.“

    IT-Grundschutz-Kompendium, OPS.1.2.5 Fernwartung, Artikel 2.2

    15.3.2 HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure)

    Eine sichere, zertifikatsbasierte HTTPS-Verbindung wird für die Kommunikation zum Webserver, für die Datenüberwachung und für die Änderung von Geräteparametern genutzt.

    Firmware-Upgrade in HTTP

    Bei Firmware-Upgrades wird aus Performance-Gründen auf das HTTP-Protokoll umgeschaltet. Nach dem Upgrade der Firmware startet das Gerät automatisch neu und die HTTPS-Verbindung wird wieder aufgebaut.

    15.4 Sicherheitslücke melden

    Eine Sicherheitslücke ist ein Fehler oder eine Schwachstelle in der Software. Sie kann ausgenutzt werden, um die Software in ihrer Betriebsfähigkeit oder Sicherheitsfunktionen zu reduzieren. Honeywell untersucht alle Berichte über Sicherheitslücken, die Honeywell-Produkte und -Dienstleistungen betreffen.

    Weitere Informationen, siehe www.honeywell.com/product-security.

    Melden einer Sicherheitslücke für ein Honeywell-Produkt unter Report A Vulnerability Issue.

    16 Open Source Software-Lizenzen

    Für die Erstellung des DG smart wurde frei verfügbare Software genutzt.

    Bedingungen und Konditionen der Open Source Software-Lizenzen, siehe www.docuthek.com, OSS-Licenses.

    17 Sicherheitsspezifische Kennwerte für SIL

    Zertifikate, siehe www.docuthek.com.

    Für Systeme bis SIL 2 nach IEC 61508.

    Sicherheitsspezifische Kennwerte
    Diagnosedeckungsgrad DC 91 %
    Typ des Teilsystems Typ B nach IEC 61508-2:2010
    Betriebsart mit hoher Anforderungsrate nach IEC 61508-4:2010
    Mittlere Wahrscheinlichkeit eines gefahrbringenden Ausfalls PFHD 19,2 × 10-9 1/h
    Mittlere Zeit bis zum gefahrbringenden Ausfall MTTFd 1/PFHD
    Anteil sicherer Ausfälle SFF 94,7 %

    Begriffserklärungen, siehe Glossar.

    17.1 Lebensdauer

    Lebensdauer (bezogen auf das Herstelldatum) nach EN 1854:2022+A1:2023 für DG smart: 10 Jahre.

    18 Sicherheitshinweise nach EN 61508-2

    18.1 Allgemein

    Anwendungsbereich

    Der Drucksensor DG smart wird in sicherheitsgerichteten (Teil-) Systemen gemäß IEC 61508 eingesetzt.

    Abhängig von der jeweiligen Ausführung erfasst der Drucksensor den relativen Druck zur Atmosphäre und/oder den Differenzdruck von Luft und nicht aggressiven Gasen.

    Der DG smart ist parametrierbar, um kundenspezifische MIN- und/oder MAX-Druckschaltpunkte einzustellen. Der gemessene Druck wird über eine analoge 4–20 mA-Schnittstelle und zusätzlich über Ethernet zur Verfügung gestellt.

    Weitere Informationen, siehe Anwendung.

    Wirkungsweisen

    Die automatische Wirkungsweise entspricht Typ 2 (IEC 60730-1).

    Abschaltung

    Elektronische Abschaltung, Wirkungsweise Typ 2 Y (IEC 60730-1).

    Softwareklasse

    Die Klassifizierung der Software gemäß der Norm IEC 61508 entspricht Softwareklasse C, die in einer gleichartigen, doppelkanaligen Architektur mit Vergleich arbeitet.

    18.2 Schnittstellen

    Elektrischer Anschluss

    Spannungsversorgung (24 V=, ±20 %, SELV/PELV) und 4–20 mA-Signal: Steckverbinder M12 (Stecker/Stecker, 4-polig, A-kodiert).

    Impedanz Ausgangssignal 4–20 mA: ≤ 500 Ω.

    Ethernet: Steckverbinder M12 (Buchse/Kupplung, 4-polig, D-kodiert).

    Funktionserde: Erdungsklemme für den Anschluss von feindrähtigen Kabeln bis 4 mm2 (AWG 12).

    Interne Absicherung: nicht tauschbare Sicherung (träge, 250 mA).

    Analoge Schnittstelle

    Abhängig von der Parametrierung entspricht die analoge 4–20 mA-Schnittstelle der NAMUR NE 43:2021-07, siehe Output settings. Alternative Parametrierung: Standard 4–20 mA, hier ist jeder Fehlerzustand 0 mA.

    Je nach Sensortyp wird entweder der anliegende atmosphärenbezogene Druck oder der Differenzdruck in einen Analogstrom umgewandelt. Dieser kann von einem nachfolgenden (Teil-)System oder einer Prozesssteuerung eingelesen werden.

    Die folgende Tabelle zeigt den Bereich des analogen Ausgangssignals und definiert alle entsprechend implementierten Bereiche. Der analoge Signalbereich ist in einem zulässigen Bereich für Normalbetrieb und einem oberen und unteren Fehlerband aufgelöst.

    Ausgangssignal [mA] Definition Beschreibung
    I ≤ 3,6 Unteres Fehlerband Mehrere Fehlerzustände werden decodiert.
    3,8 < I < 20,5 Normalbetrieb Kann zusätzlich durch MIN und/oder MAX begrenzt werden.
    I ≥ 21 Oberes Fehlerband Mehrere Fehlerzustände werden decodiert.

    Das Diagramm beschreibt die generischen Einschränkungen im analogen Ausgangssignalbereich.

    Generische Übertragungsfunktion

    18.3 Kommunikation

    Kommunikations-Interface

    Die Ethernet-Schnittstelle ist über einen Steckverbinder M12 (Buchse/Kupplung, 4-pol., D-kodiert) zugänglich. Details, siehe Kommunikations-Interface (Fast Ethernet). Die folgende Tabelle zeigt die allgemeinen Ethernet-Spezifikationen.

    Kategorie Ethernet-Spezifikation
    IEEE-Norm IEEE 802.3
    Übertragungsraten (Twisted-Pair) 10 MBit/s (10BASE-T)
    100 MBit/s (100BASE-TX)
    Auto Negotiation freigeschaltet
    Max. Kabellänge 100 m
    Duplexmodus Full-Duplex

    Webserver

    Der DG smart bietet einen Webserver zur Konfiguration, Überwachung von Statusvariablen, Firmware-Upgrade und allgemeine Einstellungen.

    Der Webserver ist über https://my.example.ip.address erreichbar. Die Standard-IP-Adresse lautet 192.168.0.200 (Subnetzmaske 255.255.255.0). Ausführlichere Informationen, siehe Webserver.

    Protokolle

    Die Bandbreite oder Varianten der unterstützten Protokolle hängen von der Firmwareversion des DG smart ab. Einige der Kommunikationsprotokolle können in sicherheitsrelevanten (Teil-)Systemen gemäß IEC 61508 verwendet werden. Die nachfolgende Tabelle listet alle unterstützten Protokolle auf.

    Kommunikationsprotokoll Unterstützende Firmwareversion Sicherheitsfunktion
    HTTP, HTTPS Alle nein
    Modbus TCP Alle nein

    Firmware-Upgrade

    Das Firmware-Upgrade kann über den Webserver über die Serviceseite durchgeführt werden, siehe Webserver.

    18.4 SIL

    Sicherheitsfunktion

    Die analoge Schnittstelle des DG smart bietet drei verschiedene Sicherheitsfunktionen, von denen eine inhärent ist und die beiden anderen vom Benutzer konfigurierbar sind.

    Transmitter-Funktion:
    Innerhalb einer Toleranz von ±5 % in Bezug auf die jeweilige Übertragungsfunktion stimmt der Ausgangsstrom mit dem tatsächlichen Systemdruck überein. Der sichere Zustand wird eingenommen, sobald diese Toleranz verletzt wird.

    MIN-Funktion:
    Wenn der MIN-Schaltwert parametriert und vom Benutzer eingestellt ist, wird der sichere Zustand erreicht, sobald der Systemdruck unter MIN fällt, siehe die generische Übertragungsfunktion, Schnittstellen.

    MAX-Funktion:
    Wenn der MAX-Schaltwert parametriert und vom Benutzer eingestellt ist, wird der sichere Zustand erreicht, sobald der Systemdruck MAX überschritten ist.

    Definition des sicheren Zustandes:
    Der sichere Zustand ist definiert als ein Stromausgangsignal innerhalb des unteren oder oberen Fehlerbandes, welches innerhalb der Prozesssicherheitszeit und nach Aufruf einer Sicherheitsfunktion erreicht wird. Als Referenz, siehe Tabelle Ausgangssignalbereich und generische Übertragungsfunktion, Schnittstellen.

    Die Bezeichnungen aller Fehlerzustände sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.

    Ausgangsstrom [mA] Bezeichnung Beschreibung
    22 ± 0,1 Überdruck Der DG smart hält den Typ-entsprechenden Überdruckbereich nicht ein.
    21 ± 0,1 MAX-Meldung MAX ist parametriert und ein Systemdruck über MAX liegt vor.
    3 ± 0,1 MIN-Meldung MIN ist parametriert und ein Systemdruck unter MIN liegt vor.
    2 ± 0,1 Versorgungsspannung zu niedrig/zu hoch./
    Umgebungstemperatur zu niedrig/zu hoch.
    Die Versorgungsspannungsbereich von 24 V=, ± 20 % wird nicht eingehalten./
    Der Umgebungstemperaturbereich wird nicht eingehalten.
    1 ± 0,1 Unterdruck Der Typ-entsprechende Unterdruckbereich des DG smart wurde unterschritten.
    0 ± 0,1 Interner Gerätefehler Ein interner Gerätefehler wurde erkannt.

    Ist über den Sicherheitsparameter NAMUR für den Ausgang deaktiviert, wird das Gerät mit Standard 4–20 mA betrieben. Der sichere Zustand ist dann immer 0 mA.

    Aus Sicht der IEC 61508 sind die oben aufgeführten Ströme bzw. Fehlerzustände gleichwertig. Die parametrierte Sicherheitsfunktion wird ausgeführt. Die zusätzliche Differenzierung innerhalb der definierten Fehlerbänder liefert dem Benutzer detailliertere Informationen.

    Klassifizierung

    Regel- und Steuerfunktionen der Klasse A (ePSD Cat-A) und C (ePSD Cat-C), siehe Glossar.

    SIL Safety Integrity Level

    Siehe Sicherheitsspezifische Kennwerte für SIL

    19 Glossar

    19.1 Regel- und Steuerfunktionen

    Klasse A (ePSD Cat-A): Regel- und Steuerfunktionen, die nicht dafür vorgesehen sind, dass die Sicherheit der Anwendung davon abhängt.

    Klasse C (ePSD Cat-C): Regel- und Steuerfunktionen, die dazu vorgesehen sind, spezielle Gefährdungen, z. B. Explosionen, zu verhindern, oder deren Ausfall direkt zu einer Gefährdung im Gerät führen kann.

    19.2 NAMUR

    NAMUR steht für „Normenarbeitsgemeinschaft für Mess- und Regeltechnik in der chemischen Industrie“.

    Bei einem analogen Ausgangssignal nach NAMUR NE 43:2021-07 wird zusätzlich zur Messinformation eine Ausfallinformation (Fehlerinformationen) ausgegeben.

    19.3 Diagnosedeckungsgrad DC

    Maß für die Wirksamkeit der Diagnose, die bestimmt werden kann als Verhältnis der Ausfallrate der bemerkten gefährlichen Ausfälle und Ausfallrate der gesamten gefährlichen Ausfälle (diagnostic coverage)

    ANMERKUNG: Der Diagnosedeckungsgrad kann für die Gesamtheit oder für Teile des sicherheitsbezogenen Systems gelten. Zum Beispiel könnte ein Diagnosedeckungsgrad für die Sensoren und/oder das Logiksystem und/oder die Stellglieder vorhanden sein. Einheit: %.

    siehe EN ISO 13849-1

    19.4 Betriebsart

    Betriebsart mit hoher Anforderungsrate oder Betriebsart mit kontinuierlicher Anforderung (high demand mode oder continuous mode)

    Betriebsart, bei der die Anforderungsrate an das sicherheitsbezogene System mehr als einmal pro Jahr beträgt oder größer als die doppelte Frequenz der Wiederholungsprüfung ist

    siehe EN 61508-4

    19.5 Wahrscheinlichkeit eines gefahrbringenden Ausfalls PFHD

    Wert, der die Wahrscheinlichkeit eines gefahrbringenden Ausfalls pro Stunde für eine Komponente in der Betriebsart mit hoher Anforderungsrate oder der Betriebsart mit kontinuierlicher Anforderung beschreibt. Einheit: 1/h.

    siehe EN 13611/A2

    19.6 Mittlere Zeit bis zum gefahrbringenden Ausfall MTTFd

    Erwartungswert der mittleren Zeit bis zum gefahrbringenden Ausfall

    siehe EN 61508

    19.7 Anteil sicherer Ausfälle SFF

    Anteil sicherer Ausfälle im Verhältnis zu allen Ausfällen, die angenommen werden (safe failure fraction (SFF))

    siehe EN 13611/A2